Lessons from Defeat – Contact High Album Release Show

Im Zwielicht der Abenddämmerung kämpft man sich durch die Gassen von Graz bis hin zu diesem kleinen Park vor dem ehemaligen Stallgebäude einer alten Artillerie-Reitschule, welche im Laufe der Geschichte später zu einer Garage der Post- und Telegrafendirektion wurde und heute eher unter dem Begriff Postgarage oder „Poga“ bekannt ist.

An diesem leicht zu übersehenden Seiteneingang traf man schon auf die ersten Gestalten, die sich ebenfalls durch den Schatten der Dämmerung zur Poga durchrangen um den Release des ersten Longplayers von Contact High mitzuerleben. Die Band, welche bereits 2008 gegründet wurde, bekam an diesem Abend Support von dem austro/argentinischen Duo Tiny Terrorists.

Tiny Terrorists

In der Halle selbst herrschte eine unheimliche Atmosphäre. Ein wenig wirkte es, als wären sie auf Halloween eingestimmt, denn passend zum Album hängten überall unheimliche Hasenmasken auf der Bühne und am Merchandise stand und die Hintergrundmusik könnte einem Horrorfilm der 90er entspringen.

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Es war kurz nach viertel nach neun, als die Tiny Terrorists die Bühne betraten. Minimalst wirkend beschritten sie ihren Support auf der Bühne des 2nd Floors der Poga. Nur mit Gitarre/Vocals und Drums legten sie mit überzeugender Kreativität ihres Zusammenspiels los und konnten von Anfang an das Publikum mitreißen.

Was sofort auffiel war die breite an Effekten, welche mit der Gitarre hervorgerufen wurden. Ein Effektpedal hängte an dem anderen. Mit dieser Methode konnten die Tiny Terrorists ein breites  Spektrum an Klängen wiedergeben. Dies reichte von basslastige Tiefen bis zu harmonierenden Höhen. Die Effektbreite der Gitarre war recht enorm und wurde von der Stimme des Sängers gut ergänzt und mit den Drums sehr gut kombiniert.

Während die Tiny Terrorists den 2nd Floor der Poga warm rockten, füllte sich dieser zunehmend mit Leuten und war zum Ende ihres Auftritts ziemlich gefüllt, so dass nur noch wenige weitere hier Platz gehabt hätten. Die Tiny Terrorists boten in knappen 45 Minuten einen guten Start und Support für die Album-Releaseshow von Contact High.

 

Contact High

Mit Krawall und einem Hauch von elegantem Rockerlook betraten die 4 Boiz* von Contact High die Bühne. Jeder dachte sich sofort, was ist das für 1 nize* Band, die sich hier breit machte. Irgendwo zwischen Rock, Punk und Stoner Blues war das neue Album Lessons from Defeat  angelegt und überzeugt mit 10 Songs und einer Laufzeit von gut 50 Minuten.

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Eben auch jene Laufzeit war schon ein Vorbote dafür, wie lange die Show in der Poga dauern könnte. Einmal die volle CD plus der ein oder andere Song, der seit dem Recording in Tom Zwanzgers STRESS Studios geschrieben und eingeprobt wurde.

Bei den ersten Liedern noch recht nervös wirkend, hat sich diese Verspannung aber mit den ersten Songs wieder legen können. Obwohl es kurz darauf eine kleine technische Panne gab, konnte sie das Publikum damit gut unterhalten indem sie einen Satz zitierten, der bei den Aufbauarbeiten für die Show gefallen war: „Das ist die Releaseshow, da muss alles passen.“

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Contact High konnten nicht nur mit einer enormen musikalischen Leistung in ihren Liedern beeindrucken, sondern auch mit Humor und Charisma die Zuseherinnen und Zuseher immer mehr faszinieren und unterhalten. Die Kombination, die sie teils mit den Keys hatten, bot ebenfalls immer wieder eine große Abwechslung und ließen nicht anmerken, dass die Show über 60 Minuten dauerte. Jeder Song ihrer CD Lessons from Defeat überzeugte live auf der Bühne und so konnten sie sich immer weiter in das Set reinsteigern.

Obwohl noch überall diese unheimliche Hasenmasken hangen – welcher unter bestimmten Einflüssen in der Poga bestimmt noch unheimlicher gewirkt hätten – wirkte die ganze Atmosphäre recht schnell sehr offen und freundlich, und die Band konnte mit ihrer Eigenheit die Leute zum Shaken bewegen.

Sei es nun Wolfgang Zisser am Bass, der immer wieder seinen Bass optisch zu werfen begann;
Gernot Diepold an den Drums, welcher die Toms und Becken rhythmisch so exakt verprügelte, als ob sie ihn mit Terz und Quint beleidigt hätten;
Markus Diepold an der Gitarre und den Keys, der für eine Nummer sogar das Mikrophon Solo übernommen hatte und eine härtere Stimmung einschlagen gelassen hatte oder ob es nun Frontmann
David Hucek war, der sich jedes Gitarrensolo und jeden Akkord so hart gönnte vong* Spielen her.

Der Auftritt von Contact High und der Release ihres ersten Albums Lessons from Defeat war ein voller Erfolg, abgeschlossen durch eine Zugabe, die vong* dem Publikum her gefordert wurde. Jeder der sich dort aufgehalten hatte, wird wohl sagen, dass dies 1 nizes* Konzert war vong* der Stimmung her.

 

 

*Wer sich wundert, der sollte unbedingt mal ein paar Worte mit den Boiz bei einem ihrer nächsten Auftritte wechseln.

 

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