Lazy Sunday on Monday (Karma Klub/Snap DazeD)

„Leider müssen wir die Veranstaltung wetterbedingt auf morgen Montag, den 01.06.2015, verschieben.“ So lautet das Posting auf Facebook, welches die Gäste des „Lazy Sunday“ am letzten Sonntag im Mai erreichte. Es waren mögliche Gewitter und Regenfälle für den Raum Graz angekündigt, weswegen das Open Air für diesen Tag abgesagt und auf den nächsten verschoben werden musste.

Das bot jedoch keine Minderung des Publikums. Bereits eine Stunde vor offiziellem Start am Montag um 18 Uhr, hatten sich bereits zahlreiche Leute eingefunden und besetzten Bänke, Tische und Wiese.

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Um 18 Uhr war es mittlerweile schon wirklich schwer, noch einen Platz in der Wiese zu finden. Aufgrund der rund 3600 Zusagen, die diese Veranstaltung bei Facebook erzielte, konnte man erahnen, was sich auf der Fläche vor dem Parkhouse, dem Veranstaltungsort und zeitgleich Veranstalter, abspielen würde. Kaum ein Fleck war nicht besetzt und auf den Wegen durch den Stadtpark, hatten sich ebenfalls massenweise Personen auf den Bänken und Wiesen niedergelassen.

Leider war aufgrund einer Wetterwarnung mit Hagel der Start erneut ungewiss. Um 19:30 wurde dann die Entscheidung getroffen und die Worte „Besser spielen wir bis zum Hagel, als dass wir gar nicht spielen. Lasst uns den Leuten eine Show bieten, die sie nicht so schnell vergessen werden!“ fielen.

Karma Klub

Karma Klub betraten als erste die Bühne und die Menge war gespannt. Die 4 Jungs rockten sich bei einem österreichweiten Bandcontest bereits in das Steiermarkfinale, welches sie gewannen und infolge dessen ein Open Air in der Arena Wien spielten. Mit ihren 60s Dancebeat brachten sie auch ohne weiteres das Parkhouse und die Umgebung zum Tanzen. Mit dabei war auch ihre Single „Private Prophecy“, welche bei einem lokalen Radiosender auf und ab gespielt wird und den Gästen offensichtlich bereits bekannt war. Lautstark sangen sie mit, wenn sie nicht gerade mit tanzen beschäftigt waren.

Karma Klub
Karma Klub

 

Karma Klub bringt Dancebeat und Partystimmung mit sich, und bot dadurch einen hervorragenden ergänzenden Act, der ebenfalls selbstständig und alleine das Parkhouse gerockt hätte. Ein Muss für all jene, die auf Tanzen und Party stehen und für jene, die sich einen Dancebeat hingeben wollen und beim Shaken sämtliche Emotionen rauslassen will.

Zur selben Zeit zogen nördlich und südlich des Stadtparks Unwetter mit Hagel vorbei. Jedoch schafften es nur ein paar vereinzelte Tropfen in den Stadtpark und passend zum Auftritt des zweiten und letzten Acts, Snap DazeD, wurde der Himmel wolkenlos.

Snap DazeD

Dass Snap DazeD nicht ohne Grund die Headliner waren, wurde bereits bei ihrer ersten Nummer „Willcome“ bewiesen. Mit Krach und Saxophon legten sie los und boten von Anfang an eine ausgezeichnete Show. Ihr Poprock/Folk/Reggae Mix versprühte eine Energie, welche auch das Publikum sofort spürte, so dass sich dieses von dem Tanzfieber und der Feierlaune der Band sofort anstecken ließ. Platz vor der Bühne suchte man bei dieser Band vergebens, denn zwischen den ganzen feiernden Menschen gab es nur noch wenig bis keinen freien Raum. Mit Liedern wie „Intergalactic Space“ und „Knocking on your Butt“, welche auf ihrer CD „Lacunas Love Loud“ erschienen sind, spielten sie auch ein paar ihrer – fast schon – Klassiker, die auch den letzten auf der Wiese zum Tanzen und Singen bewegte. „Lovetalk“ war wohl der Ohrwurm des Abends, welcher allen in Erinnerung bleiben wird, denn er vermittelt das, wofür die Band steht: „Love, Love, Love…

Snap Dazed
Snap DazeD

Der Abend wurde tontechnisch optimal von Martin Klement supportet, welcher in seiner Tätigkeit als Tontechniker für Livebands bereits jahrelange Erfahrung gesammelt hat und auch den Bands bereits bekannt war. Für das Booking verantwortlich war Peter Lessing, der selbst als Sänger bei Millions of Dreads tätig ist. Ein Lob an die ganzen Mitarbeiter, die diesen Abend unterstützten.

Der „Lazy Sunday“ am Montagabend wird vielen Leuten noch lange positiv in Erinnerung bleiben.

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