Katinka In A Park

Gedrängt voll wirkte dieser Club in der Griesgasse, als der Support für den Main Act Katinka die Bühne betrat. Es war schon etwas mühsam, sich von ganz Hinten nach Vorne durchzukämpfen, um bei A Walk In A Park unmittelbar vor der Bühne zu stehen. Es hatten sich massig Leute versammelt, die mit ihnen gemeinsam ihren CD-Release des Albums A. feiern wollten. Dadurch startete der Abend auch mit voller Energie vom Publikum und der Band.

A Walk in a Park

Als Support für die deutschen Katinka dienten die Lokalmatadoren von A Walk In A Park. Das Fünfergespann konnte bereits vom ersten Augenblick an diesem Abend im Bunker beeindrucken und überraschen. Ein wesentlicher Unterschied zu den sonstigen Auftritten machte sich nicht nur durch die E-Gitarre (Illy Lee Slevin) bemerkbar, sondern auch durch das Drumset (Toby deBeer), welches die Cajón nun in den meisten Nummern abgelöst hatte.

A Walk In A Park
A Walk In A Park

Harmonisch wirkten beide Gesangsstimmen (Suneek; Hut Mosan) an diesem Abend und konnten dadurch auch sehr herausstechen. Die Röhren rockten und die Hitze kochte. A Walk In A Park präsentierten den Nachfolger ihrer EP und gleichzeitig den ersten Longplayer mit einer grandiosen Stimmung.

Wer vorbeigekommen war, um sich von den Liedern der CD einen Eindruck zu verschaffen, hatte sich hier genau den richtigen Zeitpunkt ausgesucht. Die Band spielte das ganze Album, wie es sich für eine richtige Releaseshow gehört. Die Abwechslung der Lieder konnte Live sogar noch mehr überzeugen als auf der CD, die Stimmung der ruhigeren sehr gut einfangen und die Energie der härteren sehr gut umsetzen.

A Walk In A Park
A Walk In A Park

Ergänzt wurden sie in etwa der Mitte des Sets durch einen Mundharmonikaspieler, welcher gemeinsam mit Hut Mosan die unplugged Nummer Find My Way performte.

Die Abwechslung der Lieder brachte auch einen unterschiedlichen Sound und unterschiedliche Showelemente mit sich. So kam es, dass Toby deBeer die Drums verließ und sich eine selbstgebastelte Cajón auf einen Haken vor dem Körper hängte, mit welcher er auf der Stage umherwandern konnte. Es wirkte ein wenig wie eine musikalische Orgie auf der Bühne, auf welcher sämtliche Musikerinnen und Musiker offensichtlich ihren CD Release in vollen Zügen zelebrierten.

Herausstechen konnte auch noch Anthony Caesar am Bass, welcher unweigerlich permanent seine Lines durchzog und zum finalen Ende der Zugabe nochmals ordentlich fingerte, was die Strings hergaben. Hierfür suchte sich die Band den Song Back To My Band aus, welcher ein genialer Abschluss für ihre Releaseshow war und ein guter Start für den Main Act Katinka.

 

Katinka

Die Band selbst als reine Rockband zu bezeichnen wäre wohl nicht passend. Katinka ist so viel mehr als schlichter Rock. Es wirkt als wären Einflüsse aus Funk mit einer Spur Psychedelic dabei, aber dennoch verlieren sie ihren rockigen Grundsound nicht. Es wäre nur falsch, es als reinen Rock zu sehen. Die Band um Frontfrau Katharina Münz sind allesamt hervorstechende Musiker, welche erstmals 2014 für Aufhören sorgten.

Live stechen sie sehr durch die Präsenz ihrer Frontfrau hervor. Auf ihre eigene Art und Weise kommuniziert sie durch Gestik und Mimik immer wieder mit dem Publikum, welches sich dadurch selbst noch weiter anfeuern lässt und immer mehr aus sich herausgeht. Headbangen, Tanzen und Springen. Alles, wie man sich bewegen kann, konnte man im Publikum wiederfinden.

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Dieser gewisse Faktor Craziness löste eine Verspannung im Kopf der KonzertbesucherInnen und brachte sie zu dieser Lockerheit und der Möglichkeit, aus sich herauszukommen. Katinka rockten sich elegant durch den restlichen Abend und überzeugten auch mit ihren zuletzt veröffentlichten Liedern wie Liebeslied oder Ausverkauft.

Der Stil und der Charakter der Band kam auch sehr gut im Song Sandmann hervor, bei welchem man zuerst einen etwas kritischen Blick auf die Band wirft, welche jedoch kurz darauf mit einem schlagenden Rockbeat loslegt.

Katinka konnten den Abend mit ihrer beinahe unbeschreiblichen Art und Bühnenpräsenz ausgezeichnet abrunden und beenden. Es kam definitiv jeder Konzertbesucher auf seine und jede Konzertbesucherin auf ihre Kosten. Ob sie nun wegen A Walk In A Park oder wegen Katinka gekommen waren, beide Bands konnten das Publikum gegenseitig anheizen und zum Tanzen bewegen. Und wer bei den Bands noch nicht genug hatte, der konnte bei der Aftershowparty im Bunker noch weitertanzen, bis die Beine nicht mehr wollten.

 

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