Kätzchen im Sarg

Vergangenen Samstag war es soweit. Nach einer gefühlten Ewigkeit pendelte ich wieder nach Wien zu einem Konzert einer Band, die ich zuletzt vor knapp 3 Jahren gesehen hatte.

Albumrelease von Kitty in a Caskets neuer Scheibe Kiss & Hell.
Da ich mittlerweile immer öfter ohne Erwartungen auf Konzerte gehe (Foo Fighters vs. X Fighters), war auch diese nicht so hoch, jedoch war ich ein wenig gespannt, wie sie sich live entwicklt haben, da die ganze Band und vor allem Sängerin Kitty Casket auf dem neuen Album Kiss & Hell sich sehr verbessert haben.

Vorbands an diesem Abend waren Iron Snag Joe (FunPunk/WIEN) und 21 Stories (PunkRock/NÖ).

Um 22:30 ging es dann mit dem Haupact los. Es haben sich geschätzte 150 Leute im Wiener Viper Room versammelt. Da ich schlecht im zählen bin, könnten es auch 200 gewesen sein, der Raum war jedenfalls komplett ausgefüllt und wer den Viper Room kennt, dem ist spätestens jetzt bewusst, was sich dort abgespielt hat!

Zuvor wurde das Album auf Instagram noch von einem Hater kritisiert, dass es so „Schande für die Bewegung“ wäre und ob sich die Band überhaupt andere Bands an diesem Genre anhören würde. In diesem Sinne muss ich kurz vom Thema abweichen:

 

–>FUCK YOU HATERS<–

Na, fühlt sich das gut an? Nicht? Warum, ist doch nur eine Meinung, oder etwa nicht?

Niemand schreibt euch vor, etwas zu mögen oder etwas anzuhören, was ihr nicht wollt. Woher nimmst du einzelne Person dir überhaupt die Frechheit, für eine ganze Bewegung zu sprechen? Stell dir vor: Es gibt mehr Personen als dich alleine. Die Welt dreht sich nicht um dich, du bist nur ein Teil davon! Eine Meinung zu haben ist eine Sache, man kann das Album gut finden oder nicht, aber eine Beleidigung ist keine Meinung!

Kitty

Quelle: Instagram

Vielleicht ist jemand wie du für andere aus der „Bewegung“ eine Schande, da andere diese Band mögen?
Auch wenn es eine Beleidigung ist:

–>GO FUCK YOURSELF, YOU ARE A SHAME!<–

 

Fühlt sich noch immer nicht besser an? Vielleicht hast du es dann endlich verstanden. Jetzt aber wieder zurück zu wichtigeren Dingen, zu Personen, die etwas leisten.

Kitty in a Casket legten einen grazielen Start hin und verlangten der Bühne und dem Publikum ab was es hergab. Versammelt hatten sich alle möglichen Leute. Rockabilly, Punkabilly, Horrorbilly, Punks, Metalheads und ich würde nciht übertreiben zu behaupten, dass sich auch Hipster ins Publikum gemischt hatten. Kitty in a Casket sprechen tatsächlich ein breites Spektrum an Menschen an, welche nur selten eine zweite österreichische Band erreichen kann.

Verstärkung erhielten sie mittlerweile von einem zweiten Gitarristen, Todd Flash, der den Leadgitarristen und das Kitty in a Casket Urgestein Billy the Bat unterstützt. Gemeinsam mit zwei Gitarren klingen die Gitarren noch wesentlich intensiver als vor 5 Jahren, als ich auf der Releaseparty des Back to Thrill Albums war.

Auch am Bass hat sich bei dieser Show etwas verändert. Diesmal wurden die 4 Saiten des Upright und E-Bass von Marc Maniac penetriert, da Tom Mooner – der eigentliche Basser der Band – momentan dafür sorgt, dass die Szene weiterlebt. (#augenzwinker)

My band is now on Instagram! Check it out and make sure to follow: @kitty_in_a_casket

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Bei der Knapp 22 Song starken Setlist blieb nichts aus den gut acht Jahren Bandgeschichte aus. Von Nummern wie Bride of the Monster (erschienen auf dem Album Horror Express, 2009), über Kreepsville 666 (Bittersweet, 2013), bis zu ihrem neuen Album Kiss & Hell, von welchem sie unter anderem auch den Opener Stick & Stones performten, bei dem Kitty Casket erzählte, dass sie das Video im Viper Room gedreht hatten und dabei sehr viel Blut geflossen war. Wie blutig die Angelegenheit tatsächlich war, kann man hier im Video erfahren:

 

Die Zeit verging während des Konzertes scheinbar rasend. Gerade erst hatte es angefangen und man sich selbst in einem Pogo wiedergefunden, da wurde nach weit mehr als einer Stunde bereits wieder das Ende eingeläutet. Doch ganz zu Ende war es noch nicht. Es zog sich nur die Rythmusgruppe samt Drummer Max van Angst zurück und gaben die Bühne für Tommi Angel frei, der noch ein besonderes Set mit Sängerin Kitty Casket spielte.

Ein kurzes aber gutes Akkustikset überraschte die Gäste mit Titeln wie einer Coverversion von Hit Me with Your Best Shot, einer unplugged Version von ihrer eigenen Nummer Don’t Get Me Wrong und als Abschluss die Abschlussnummer schlechthin, welche ebenfalls als letzter Titel auf ihren neuen Album wiederzufinden ist, namens Gone.
Es wahr wahrlich ein Konzert, welches man immer wieder besuchen würde. Für mich war es nun das dritte Mal. Eine Sache, die die Band ausmacht ist jene, dass sie nicht sofort nach dem Konzert verschwinden, sondern noch bis in die frühen Morgenstunden Zeit mit ihren Fans verbringen und für das ein oder andere Getränk zu haben sind. Ob nun Small Talk am Merchstand, tiefsinnige Gespräche an der Bar oder einfach nur ein Selfie mit einer der coolsten Bands der Stadt – Kitty in a Casket sind definitv für ihre Fanbase da und kümmern sich so gut es geht um jene, wegen denen sie immer weiter machen: Dem Publikum.

 

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