I, Deadpool – Der Mann hinter Marcus Smaller

Servus! Schon wieder fit?
Haha. Der war gut.

Entschuldige, ich meinte natürlich: Bereits wach?
Nennen wir es ansprechbar.

Immerhin ein Anfang!
Bereit für das Interview?
Ok.

Fette Releaseparty gestern. Ausverkauftes B72 und heiße Stimmung.
Wie ging es dir bei deinem Auftritt?
Am Anfang war ich so nervös wie schon lange nicht mehr. Lauter neue Songs zum ersten Mal Live spielen. Zum ersten Mal Live mit Synths spielen. Das hat mich dezent nervös werden lassen.

Die Themen der neuen Lieder scheinen keine 0815 Themen zu sein, wie sie auf jeden zweiten Radiosender zu hören sind und wirken sehr persönlich.
Ist dir Individualität wichtig und warum?
Es sind Themen die mir wichtig sind. Wozu ich meine Meinung sagen mochte. Ich denke, da ich selbst die Texte schreibe ist das eine Individualität in sich. Aber ja, ich will nicht dasselbe schreiben wie jeder andere weil’s eben jeder andere schreibt.

Im Openersong „I, Marcus Smaller“ hört man auch heraus, dass du in Arkham Asylum eincheckst. Auf deinem Social Media Account kann man auch verfolgen, dass du dich sehr für Comics und deren Universen interessierst. Würdest du dich eher als Held oder als Schurke sehen? Welcher könnte dich am besten repräsentieren?
Ich liebe Comics. Ich bin ja so ein Nerd der nicht nur die Filme schaut sondern auch die Comics liest. Am ehesten würde Deadpool zu mir passen. Nix scheißen und einfach drauf los.

Bei der Aftershowparty des CD-Release hast du dich unmittelbar danach unter die Leute gemischt. Wie wichtig ist dir der direkte Kontakt zu den Fans?
Sehr wichtig. Ich unterhalte mich gerne mit Menschen und hab’s lustig dabei. Außerdem hab ich extrem coole Fans die mir Vodka Shots in die Hand drücken.

Vodka Shots? Wohl eher Fuck her‘s?
Natürlich. Fuck her’s
(Anm.d.Verf: Insider, welcher ab und zu bei Konzerten erzählt wird)

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Thema Alkohol: 17 Österreicher in Lignano wegen Alkoholmissbrauch im Krankenhaus. Wie stehst du zu solchen Themen?
Vollidioten. Ich trink selber gern aber ich weiß wann ich auf Wasser umsteigen sollt. Wer im Krankenhaus landet weil er zu viel gesoffen hat ist selber schuld. Sorry aber kein Mitleid.

Wenn ich mich recht erinnere hast du nicht immer Alkohol konsumiert, sondern warst auch eine Zeit lang abstinent. Woher kam dieser Wandel?
Traurig aber wahr: Herzschmerz. Ich hab jahrelang nix getrunken und nach einer Trennung war ich so am Boden das ich zum Alkohol gegriffen hab. Ich bin definitiv kein gutes Vorbild.

Ist die Trennung die du ansprichst diejenige, welche in Lullaby besungen wird?
Nein. Das war eine andere Trennung.

Hast du aktuell Vorbilder?
Elton John. Bester Songwriter aller Zeiten.

Gibt es etwas, was du deinen Fans gerne sagen würdest? Einen Ratschlag zum Leben, welchen du vielleicht selbst lernen musstest?
Ja, heute leben und nicht gestern. Was war, ist vorbei und kann nicht mehr geändert werden. Aufstehen, Krone richten und weitermachen.

Es erweckt von Auftritt zu Auftritt und CD zu CD immer mehr den Eindruck, dass du reifer wirst. Würdest du eine solche Veränderung an dir selbst auch bemerken?
Es wäre traurig wenn ich nicht reifer werden würde. Natürlich bemerke ich das aber ich verstell mich deshalb nicht. Ich nehme alles hin so wie es kommt. Auch was meine persönlichen Veränderungen betrifft.

Wünschst du dir und deinen Fans etwas für die Zukunft? Wünschst du dir etwas für die anstehende Tour im Herbst?
Ich wünsche jedem Glück bei allem was er/sie vorhat. Ich wünsche mir unvergessliche Konzerte.

Letzte Frage: Apfel oder Banane?
Banane. Äpfel bekommt man so schwer wieder raus.

 

 

Marcus Smaller live

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