Happy Birthday Club WakUum!!!ELF!!1! <3 <3 <3

Seit nunmehr 5 Jahren existiert der ‚Club WakUum‚ oder umgangssprachlich auch das ‚WakUum‚ und bietet Musikern und musikliebende Menschen eine Bühne und einen Floor. Mittlerweile in der Griesgasse 25 in Graz angesiedelt, feierte es am vergangenen Freitag das total Verrückte WAK Jahresfest zum 5 jährigen bestehen.

Mit dabei waren 6 Bands, welche sich in Graz und teils international brereits einen Namen erspielt haben. Damit nicht jede Band nur 20 Minuten spielt, haben sich die Betreiber des ‚Bunker‚ dazu bereit erklärt, ihre Location mit zur Verfügung zu stellen damit auf jeder Bühne 3 Bands spielen konnten und genug Zeit hatten, für eine ordentlich Stimmung zu sorgen.

Die 6 Bands wurden mittels Voting ermittelt, welches ein Monat zuvor gestartet war. Da durch Terminkollisionen und gebrochene Knochen (das zeigt, wie gefährlich ein Musiker eigentlich lebt) ein paar Bands verhindert waren, rückte die nächste Band im Voting weiter nach vorne.

Die eindeutig votingstärkste Band war Ultima Radio, dicht gefolgt von der Überraschung des Abends und wohl für viele auch des Jahres: Catwalk.

Catwalk war aus deswegen die Überraschung des Abends, da die Band ihren letzten Auftritt vor gut 18 Jahren hatte. Gegründet wurde die Band 1987 und die eigentliche Auflösung fand 1997 statt. Bis 1991 hatten sie bereits über 100 Konzerte gespielt. Unter anderem tourten sie in Österreich als Support von Iron Maiden. Ab 1997 formierte sich die Band um und began immer mehr Cover-Songs einzuspielen. „Das hatte nichts mehr mit Catwalk zu tun. Catwalk löste sich 1997 auf.“, so Johnny Schwarzinger, Gründungsmitglied, Bassist, Sänger und einziges Orginal der neuen Formation.

Auf die Frage, wie es denn dazu kam, dass er erneut mit Catwalk auf der Bühne steht antwortete er mit ganz klaren Worten: „Ich spürte die Musik. Ich fühlte immer, dass da etwas in meinem Leben fehlt und jetzt habe ich es wieder. Catwalk.“

„Ich spürte die Musik.“ – Johnny Schwarzinger, Catwalk

Versammelt hat er um sich erfahrene Musiker mit viel Bühnenerfahrung: An die Gitarre holte er sich Mario Pohn, welcher bereits in Badhoven tätig ist. Am Keyboard unterstützt wird er von Norbert Steinkellner und an den Drums sitzt Flo Schnabl, welcher an diesem Abend ebenfalls mit der Band Contra Verse aufgetreten ist.

Wäre es nach dem Voting gegangen, hätte Flo Schnabl sogar noch ein drittes Mal mit der Band Modular an den Drums sitzen müssen, jedoch kam aus durch terminlichen Überschneidungen nicht dazu. Modular sind übrigens am 26. November live im Explosiv zu sehen.

Das Line-Up der 5 Jahresfeier setzte sich insgesamt wie folgt zusammen:

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Contra Verse

Mit einer leichten organisatorischen Verzögerung machten Contra Verse auf der Bunker Stage den Anfang der Jahresfeier. Von Beginn an zogen sie mit ihren Hard’n’Heavy Rock Riffs die Besucher in ihren Bann. Es erklärte sich für viele selbst, warum diese Band im Frühjahr diesen Jahres für eine UK-Tournee gebucht wurde. Zuletzt spielten sie als Support von Nazareth im Grazer Explosiv. Sie zeugten wieder einmal von einer spielerischen Brillianz und einer ansprechenden Performance in Mimik und Gestik. Man konnte ihnen die Liebe und Leidenschaft an ihrer Musik wahrlich im Gesicht ablesen. Ebenfalls auf der Setlist fanden sich neben den alten Nummern auch noch ihre Coverversion von Billy IdolsRebell Yell“ und ihre neue Nummer „Headspin„, welche an diesem Abend Premiere feierte.

Contra Verse
Contra Verse

Assaia

Pünkltichst um 22:30 starteten auf der Wakuum Bühne Assaia. Ich verfolge Assaia nun schon über einen längeren Zeitraum (Es gibt einen Blogeintrag von Jänner 2015) und dachte mir damals noch, dass es wirklich eine aufstrebende Band ist. Was hat die Band denn wirklich erreicht? Was passierte in den letzten Monaten? Ganz einfach: Sie spielten am Love Loud und am Project Lake Festival, rockten sich ins Steiermarkfinale des Local Heroes, tourten durch Österreich, exportierten sich nach Bratislava, gaben Konzerte auf den Dächern Wiens, waren ein Teil der beliebten Living Room Session und und und…

Sie haben wirklich einen immer steileren Aufstieg hinter sich gelassen und man merkt, dass sie sich nicht auf ihren Erfolgen ausruhen. Während sie an den unterschiedlichsten Orten, in den verschiedensten Städten Konzerte gaben, nahmen sie nebenbei noch ihre neue EP auf, auf welcher unter anderem Klay mitwirkt und die in nicht all zu ferner Zeit released wird.

Assaia
Assaia

Hinter Assaia stecken 4 Vollblutmusiker, welche für sich und ihre Musik die Hand ins Feuer legen würden. Bei ihren Auftritt bei der Jahresfeier konnte man feststellen, welche Erfahrungen sie in diesem Jahr gesammelt haben. Sie harmonieren hervorragend miteinander was sich auch bei ihren Jam, welche sie als Zugabe spielten, zeigte. Auch Sänger Sandro Jaklitsch hat bewiesen, dass da noch einiges mehr in ihm steckt als man noch Anfang des Jahres dachte. Von seinen Fähigkeiten als Frontman konnte man sich überzeugen, wenn man darauf achtete, wie er mit dem Publikum und Mitmusikern umging. Während die Gäste seinen Worten lauschten, argierte die ganze Band durch Blickkontakt hervorragend miteinander. Es wirkte beinahe so, als ob Sänger und Gitarrist Sandro nicht nur für das Publikum zuständig sei, sondern zeitgleich auch die Band dirigiere.

Sie alle arbeiten hervorragend mtieinander zusammen und wissen, was jeder einzelne auf der Bühne macht.

Johnny Goes To Bad

Unmittelbar nach Assaia startete Johnny Goes To Bad auf der Wakuum Bühne. Obwohl sich die Band erst 2014 formierte, schafften sie es bereits zum zweiten Mal in das Line Up des Jahresfestes (zuletzt 2014). Wer Johnny Goes To Bad bereits live erlebt hatte, dem ist bei dieser Show bestimmt aufgefallen, dass ihre Sängerin etwas gewachsen ist und sich einen Bart hat wachsen lassen. Wer allerdings nicht bereits 10 Bier intus hatte, dem viel auf, dass es sich dabei nicht um Sängerin Jules sondern um Gitarrist Cruz handelte! Dieser übernahm für diesem Auftritt der Band neben der Gitarre zusätzlich noch die Vocals, da sich Sängerin Jules momentan in Babypause befindet. Ich wünsche dem Nachwuchs und allen dazugehörigen hier alles Gute! Mit so einer Mutter kann nur ein Rockstar daraus werden!

Johnny Goes To Bad
Johnny Goes To Bad

Johnny Goes To Bad zeigten, wie sich eine Crossover Band zusammensetzen sollte. Mit ihrer Mischung aus Blues und Hard’n’Heavy mit schwungvoll rhythmischen Einflüssen die zum Shaken einladen, bewegte man sich stets zwischen einer Tanz- und einer Headbangbewegung. Chaotisch wird es bei der Nummer „Blues Scrabble“ wo sich wohl alles verbindet. Während man im Pogo versucht Salza zu lernen, beginnt man zu headbangen um romantisch zu wirken. Ein wirklich gelungener Crossover-Stil, der sich nicht nur Crossover nennt, da die einzelnen Lieder unterschiedlich sind. Nein, Johnny Goes To Bad haben ihren eigenen Stil, welcher sich durch die ganze Setlist zieht ohne auch nur einmal langweilig zu werden. Sie verstehen es, eine Party zum kochen zu bringen und alles bis zum Umfallen in Bewegung zu bringen!

Ultima Radio

Ultima Radio
Ultima Radio

Alles wartete auf den Drop, als ich während des Auftritts von Ultima Radio wieder die BUNKER Stage betreten hatte. Ein wenig wirkte es wie auf einem DubStep Konzert, nur eben mit Livemusik und hervorragenden Musikern! Dann kam er, der Drop. Und was für ein Drop das war. Alles began zu moven. Mit ihrem Psychodelic Stoner Rock brachten sie die bis auf den letzten Platz gefüllte Stage zum beben. Beben trifft es wirklich da man die Musik nicht nur hörte sondern auch spürte. Man musste sich einfach bewegen. Gemeinsam mit dem Rauch auf der Bühne und der Lichtershow wirkte ihre Musik noch gewaltiger als sie es nicht ohnhin schon tat. An dieser Stelle ein Lob an die wunderbaren Licht- und Ton Techniker beider Bühnen!

Catwalk

Wenn ich mich je wie auf einem HardRock/Metal Konzert der 80er fühlte, dann bei dem Auftritt von Catwalk. Man merkte sofort den Unterschied zwischen ihnen und einer modernen Band die auf „Oldschool“ macht. Frontmann und Sänger Johnny Schwarzinger macht nicht nur Musik im Stile von damals, er ist auch damit aufgewachsen und hat die Lieder noch tatsächlich in dieser Zeit geschrieben. Mit Liedern wie „Fire in your heart“ konnten sie nicht nur die Fans erster Stunde (die die Band seit 1987 kennen) sondern auch viele der jungen Besucher mit leicht einprägsamen Chorushymnen zum mitsingen bewegen. Catwalk war wahrlich die Überraschung des Abends! Zur Überraschung der eingefleischten Fans spielten Catwalk nicht nur ihre Klassiker sondern präsentierten zeitgleich auch abwechselnd ihre neuen Lieder, welche aber stilistisch ebenfalls den 80er Jahren entsprechen könnten. Trotz der neuen Besetzung mit dem quasi ‚Jungspund‘ Flo Schnabl kam bei diesem Auftritt definitiv ein nostalgisches Feeling auf. Wer sie an diesem Abend erlebt hat, wird wohl auch die nächsten Konzerte besuchen! Da sie gar nicht damit rechneten, Auftritte vor 2016 zu spielen und viele nur durch Smalltalk von dem Comeback erfuhren, schummelten sie sich heimlich an die Spitze des Votings und waren davon selbst ganz überrascht.

Catwalk
Catwalk

*HustHust* Momentan arbeiten sie an einem neuem Album *HustHust

Eve & the Serpents

Eve & the Serpents
Eva Triebl, Eve & the Serpents

Den Abschluss des Abends machten Eve & the Serpents. Es ist für mich immer wieder eine Freude, diese Band live zu sehen. Die stimmstarke Sängerin der Band, Eva Triebl, leistete auch bei dieser Show am 5 Jahresfest der Club Wakuums eine stimmliche meisterleistung. Die Band überzeugte im wunderbaren zusammenspiel zwischen den elektronischen Instrumenten, den Drums und Eva’s Akustikgitarre! Der Beat war stets aufrecht und ihr Sound einfach ehrlich. Die Lieder variierten zwischen härteren und softeren, aber nie zu ruhigen Nummern. Würde ich eine Liste mit (Szene)Musikerinnen und Musikern machen, die durch ihre Präsenz einfach anstecken, würden Eve & the Serpents mit darauf stehen. Frontfrau, Gitarristin und Sängerin Eva konnte die Masse an Leute nur durch Augenkontakt zum shaken bewegen. Obwohl sich die Band erst 2014 zusammengefunden hat, entwickelten sie schnell eine große Fanbase, was man auch bei ihrem Auftritt sehen konnte. Es war nicht leicht, noch irgendwie vor die Bühne zu kommen da ein ziemlicher Andrang herrschte. Unter anderem spielte die Band in diesem Jahr am Hausarock und am Sunny Days, und wir hoffen, dass diese Band in nächster Zeit nicht weniger Konzerte gibt, da sie einfach jedesmal für Stimmung sorgen können. Eve & the Serpents, ein passender und würdiger Abschluss für einen solchen Abend.

Ihr wollt diese und noch weitere scharfe Bands aus Österreich entdecken?
Hört rein bei dieser Playlist!

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