Gutes in 2016 (Teil 2)

LIAN – LIAN

Obwohl das Album LIAN von LIAN mit dem Titel Alles Fake beginnt, ist das Album alles andere als Fake. Es ist ein Song für Song, Note für Note durchdachtes Werk, welches abseits mainstreamer poppiger Rocksounds agiert.

Lieder mit Verses, die nicht zum Mitsingen einladen, jedoch mit verschiedensten Refrains, die zum mitgrölen motivieren. Was aber definitiv hervorkommt, ist der Drang zum Tanzen. Sie überzeugen mit einer unglaublich starken rhythmischen und harmonischen Komposition. Obwohl sich nicht unbedingt viele Mitsinglieder auf dem Album finden, können sie mit ihren Songs sehr überzeugen und bleiben sicherlich im Gedächtnis. Ein Pflichtplatz auf jedem Multimediaplayer.

Wir sind so Hipster, wir kannten sie bevor sie cool waren.

 

Marcus Smaller – I, Marcus Smaller

Obwohl er ein sehr cooles Album mit unzähligen Ohrwürmern veröffentlichte, kündigte Marcus Smaller an, sich im Jahr 2017 etwas zurückzuziehen und nur noch ein paar wenige, vereinzelte Konzerte zu spielen.

Wer sich I, Marcus Smaller noch nicht live reingezogen hat, sollte dies bei den wenigen Auftritten, die er dieses Jahr spielen wird, unbedingt machen. Bis dahin kann man das Album durchhören, und sich die Mitgrölchöre von I, Marcus Smaller, Let’s Go, Let Go oder auch Echo gönnen.

I, Marcus Smaller ist ein Album, welches unglaublich viel Sommer- und Festivalfeeling in sich trägt. Wer sich mit Yeah, You’ll Get Far nicht zum Bewegen motivieren lässt, dem ist nach dieser Punk Rock Nummer nicht zu helfen.

Was Marcus Smaller so denkt, könnt ihr im Interview erfahren.

Wie er sich bei der Releasshow anstellte, seht ihr hier.

 

Melody Current – Need No Words

Die wohl größte Überraschung für uns war Melody Current. Bei einem Gig vor einer sehr überschaubaren Anzahl an Leuten entdeckten wir wohl das für uns Beste Album des vergangen Jahres. Die Linzer Band rund um Frontfrau Bianca Ortner veröffentlichte mit Need No Words ein Album, welches mit Worten fast nicht zu beschreiben ist aber definitiv viele lobende Worte verdient.

Eine musikalische Delikatesse, welche den Groove und eine atemberaubende atmosphärische Abwechslung bietet. Zwischen Deutsch, Englisch und Dialekt bildet sich eine unzerstörbare Brücke, welche eine softe und angenehme Verbindung bringt, die für viele nur schwer möglich wäre.

Warum uns Need No Words von Melody Current so gefällt? Schaut selbst…

 

Snap DazeD – Another EP

5-Tracks für eine angenehme Abwechslung in ruhigen Stunden, welche von creepy über sentimental bis zu romantisch reichen. Es geht um Liebe. Liebe in vielen ihrer Facetten. Es geht um Freundschaft und auch um Abschied und das Vergessen. Was anfänglich von Snap DazeD noch oberflächlich gestaltet wirkt und recht flach erscheint, lässt beim mehrmaligen hören des Textes viel neuen Interpretationsspielraum zu.

Wir durften sie schon vorab interpretieren, und waren teilweise sehr überrascht.

 

Witchrider/Ultima Radio – Reciprocity Split

Nicht auszulassen ist am Ende noch die Split EP von Witchrider und Ultima Radio, welche beide jeweils einen unglaublichen Song dafür produziert haben. Während A Glow In The Dark von Witchrider sehr düster klingt, ist Contrast von Ultima Radio eher offener. Beide Tracks wirken auf ihre Art episch und bewegen sich zwischen noisigen Fuzz und reißerischen Grungesounds, welche aber den Stoner Rock keinesfalls außen vor lassen.

Diese Split EP macht Lust auf mehr Lieder dieser Sorte und lässt einige schon gierig nach einem neuen Longplayer ächzen. Bis dahin muss man sich mit alten Songs begnügen oder mit der Reciprocity Split auskommen, wobei sich letztere bereits in unserer Playlist in einer wahren Endlosschleife dreht.

 

<<Seite 1 (ANALphabeten, Assaia, B.Z.F.O.S., Contact High, Deadends, Kitty in a Casket)

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