Double Trouble – Snap Dazed & Black Oak EP Release

Ausverkauft! Heiß! Tanzbar!
Das sind die drei Stichwörter, die auf den letzten Samstag im Grazer PPC zutreffen, als Black Oak und Snap DazeD ihre Doppel-EP-Release-Show abhielten.

Interesse an dem Event konnte man schon vorab vernehmen, als Tage davor bekannt gegeben wurde, dass es nur noch wenige Karten in den Vorverkaufsstellen erhältlich waren und es schließlich zu einem Engpass kam, als die Leute vermehrt versuchten, noch kurzfristig an Tickets zu kommen.

Wer sich kein Vorverkaufsticket sicherte, hatte es schwer an diesem Abend noch irgendwie die Bar des PPC Graz betreten zu können.

Black Oak
Black Oak

Zum Einlass füllte es sich recht ruhig, jedoch hatte man eine knappe Stunde später zu Konzertbeginn bereits damit zu kämpfen, sich nicht aus den Augen zu verlieren, was aber kein Thema mehr war, als schließlich Black Oak den Abend eröffneten

 

Black Oak

Um kurz nach 20:30 startete die Doppel-EP-Release-Show. Es ertönte ein Intro vom Computer – Das Titelthema zu Italian Spider-Man – und danach legten die  Jungs von Black Oak auch unmittelbar los. Erst ein ruhiger Start mit den Gitarren, aufbauend bis alle Bandmitglieder miteingestiegen waren. Wie ihre EP Spektrum, startete auch ihr Konzert eher ruhiger aber mit Sicherheit und kraftvoll. Die erste Reihe brachte sogar Plakate mit, die, mit etwas Mühe, in der richtigen Reihenfolge Black Oak ergaben oder auch Shriftzüge wie „Paul, ich will ein Kind von dir“ erkennen ließen.

Black Oak
Black Oak

Als zweiten Song spielten sie das vor knapp einem Jahr als Demo veröffentlichte Lied Virtue of Fools, welches ebenfalls kräftig, aber dennoch verträumt wirkt und das verträumte zog sich auch quer durch einen große Teil des Livesets, wurde allerdings in der Mitte von knallharten Gitarrenriffs und Drumbeats abgebrochen.

Als sechsten Song präsentierten sie bei diesem Auftritt zum ersten Mal einen Track ihrer EP Spektrum. Während man bei den vorangegangenen Liedern bereits einen stimmlichen Unterschied feststellen konnte, wurde das bei diesem Song richtig klar. Sänger Julian Koch hat eine sehr interessante Livestimme und das, was auf der EP Spektrum  zum Teil untergegangen war, konnte sich hier äußerst gut herausheben.

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Nicht nur, dass die Stimme von Großteils sanft bis leicht aggressiv reichte, so konnte er auch in höheren Stimmlagen noch ein gutes Klangfeld mit seinen Stimmbändern erzeugen, was so einige Besucherinnen und Besucher sehr beeindrucken konnte.

Danach brach die Stimmung um. Nicht ins Negative, sondern von ruhig und verträumt hin zu hart und aggressiv. Hier kamen erstmals die härteren Seiten der Band hervor und zogen sich so auch bis zum Ende durch. Als letzten Song gab die erste Auskopplung aus ihrer EP, Breaking Point. Man konnte bemerken, dass sich diese Nummer momentan am weitesten verbreitet hatte, da die Konzertbesucher der ersten Reihe, welche allesamt Black Oak T-Shirts getragen haben, diesen Text auch mit Begeisterung im Refrain mitsingen konnten.

Das bei einem solchen Auftritt auch eine Zugabe gefordert werden würde, war wohl kein Wunder und so betraten Black Oak nochmals die Bühne um ihren Auftritt mit dem dritten Song ihrer EP, Take me Away, zu beenden.

>>Spektrum Review<<

 

Snap DazeD

Nach einer kurzen Umbaupause ging es endlich weiter mit der zweiten Band, welche an diesem Abend ihre Another EP präsentieren würde.

Snap DazeD
Snap DazeD

Mit einem gut inszenierten Auftritt und einem guten Lichterspot, welcher immer wieder auf den Zugang zur Bühne strahlte, konnten sie das Publikum bereits vor dem Betreten ordentlich anheizen und motivieren und als es den Höhepunkt des Applaus erreichte, öffnete sich die Pforte und die Band stürmte aus dem Zugang herein um  die Bühne zu entern.

Snap DazeD
Snap DazeD

Was bei Snap DazeD einen großen Unterschied zu Black Oak ausmachte war, dass sich Snap DazeD nicht viel Zeit gelassen hatten, um gleich mit rockigeren Liedern loszulegen. Die ruhigeren Sachen kamen zum Teil von der Another EP, wobei selbst diese live einen ordentlichen Drive erzielten und durch den eingänglichen Refrain das Publikum unmittelbar zum Mitsingen motivieren konnten.

Sei es nun Hug You, Mr. Pocket oder auch der etwas grusligere Another Song, welcher zwar unglaublich romantisch wirkt, jedoch im Hintergrund die Geschichte eines Stalker/einer Stalkerin erzählt, welche der geliebten Person folgt, wohin diese auch gehen wird.

Snap DazeD
Snap DazeD

Auch konnten sie mit ihren älteren Nummern ordentlich punkten. Das war wohl auch ein Vorteil gegenüber Black Oak, da es Snap DazeD schon um einiges länger gibt und ihr Debütalbum bereits vor längerem veröffentlicht wurde. Obwohl das der erste Auftritt für die Band seit über einem Jahr war, konnten sie mit Szenenklassikern wie Intergalatic Space oder Knocking on Your Butt das Publikum immer weiter in ihren Bann ziehen.

Nach einem ausgiebigen und heißem Konzert endete es vorerst mit dem bisher unveröffentlichten Lied Let’s Appreciate. Die Band verließ die Bühne über den Weg, auf welchem sie gekommen war, jedoch wollten die Zuseherinnen und Zuseher noch mehr. Die Rufe nach einer Zugabe wurden immer lauter und lauter und die Band ließ sich Zeit, bis gut jeder der 200 Gäste lautstark eine Zugabe forderte.

Snap DazeD betraten erneut die Bühne und das Publikum tobte. Der Wunsch nach einer Zugabe wurde mit Willcome, welcher instrumental sehr stark auffällt und beeindruckt, erfüllt und mit dem Finale Lovetalk nochmals großartig abgeschlossen. Wer das Konzert verließ, der wird sich an die Single Lovetalk, welche im Frühjahr veröffentlicht wurde, gut erinnern können und einen Ohrwurm des Chorus haben, welcher immer wieder ein Love, Love, Love wiederholt.

>>Another EP Review<<

 

Abgerundet wurde der Abend mit der Auflegerei des Vinylkollektiv 10.

Was bleibt zu dieser Doppel-EP-Release-Show noch zu sagen? Es hat wohl sämtliche Wünsche nach guter tanzbarer Livemusik, klaren Sound und gewaltiger Stimmung erfüllt.

Um es mit den Worten der Bands zu sagen (entschuldigt den Hype): „Was war das für 1 Konzert?“

 

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