Der Dreck aus Stainz…

…ist sogar ziemlich beeindruckend!

Knappe 3 Jahre arbeitet Phil Hauser nun mit verschiedensten Musikern an der Band Phil & the Dirt und jeder der am Samstag bei ihrer Debütshow dabei war wird bestätigen können, dass 3 Jahre Vorbereitung.

Die Band beeindruckte mit exakter Präzision und einem abwechslungsreichen Spiel der Emotionen. Während sie bei der einen Nummer mit melodischen Kompositionen punkten und das Publikum in harmonische trance versetzen konnten, riss einem das Dröhnen harter Gitarrenriffs und das schnelle, abwechslungsreiche Spiel des Schlagzeugs wieder in die Realität zurück und ließ den Kopf im Rhytmus zu den Beats mitbangen.

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von links nach rechts: Michael Ossmann, Gernot Höller, Phil Hauser

Zu loben an diesem Abend ist auch der Tontechniker, welcher die, für Rockkonzerte eher ungeeignete, Bauart des Dachbodentheaters in Stainz (Die Decke ist ein Spitzdach), mit einem können an den Reglern so gegensteuern konnte, dass man fast im ganze Raum einen prima Klang der Akustik hatte. Lediglich an den äußeren Dachschrägen verfing sich der Schall und wandelte sich selbst bei ruhigen Nummern in reinen Lärm um.

Jedoch befand sich fast niemand im Bereich dieser Dachschrägen, weswegen es für die Besucher auch keinen Verlust des atemberaubenden Konzertfeelings gab.

Dass bei Phil & the Dirt sehr viele Vollblutmusiker am Werk sind, merkt man schnell dadurch, dass beinahe jeder mehr als nur eine Sache auf der Bühne machte. So wechselten Phil Hauser und Gernot Höller sich nicht nur am Keyboard ab, sondern teilten sich auch die Leadvocals, wodurch ein extrem großes Spektrum an Möglichkeiten und Klängen geboten werden konnte!
Während sich Phil Hausers gesangliche Stärke sehr im tiefen und harten Bereich entfallten, kann Gernot Höller bei den höheren Lagen eine saubere Leistung ablegen.

 

Um das ganze Klangfeld noch ein wenig aufzufüllen, werden die Sänger noch von Rhytmus-Gitarristen Michael Ossmann und Drummer Moritz Gruber durch Backvocals unterstützt.

So besteht das Line-Up der Band aus einem 2-3 Gitarristen, von denen sich zwei abwechselnd an das Keyboard begeben, wenn sie nicht gerade mit 3 Gitarren die Crowd schieben, dazu kommt ein Drummer und Günther Höller als Rythmusmaschiene am Bass.

Insgesamt spielte die 5-köpfige Band, Phil & the Dirt, 70 Minuten feinsten Rock der sich, wie bereits erwähnt, von melodischen Baladen bis zu donnernden Rock Riffs ausweiteten.
Bei einer Setlist von 14 Liedern kann man bereits erkennen, das selten eine Nummer unter 4 Minuten dauert, was aber der Sache nicht weiter schadet, da kein einzelner Song zu lang oder zu kurz ist.

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von links nach rechts: Gernot Höller, Phil Hauser

Phil & the Dirt haben sich genügend Zeit gelassen um festzustellen, wie ihre Songs klingen sollen, und damit haben sie genau in schwarze getroffen.

Wer auf melodischen und harten Rock steht, sollte sich Phil & the Dirt unbedingt einmal live ansehen, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet, da Phil & the Dirt sicher viele zu ihren Favoriten zählen werden können.

Phil & the Dirt:
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Hört rein bei dieser Playlist!

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