Archiv der Kategorie: Album-Review

Faustbreaker – KLYNT

KLYNT is back! Und sie haben ein festes Album im Gepäck. Zwischen „Epic as Fu¢k“ Gitarrensoli und A$$ kicking Metalballaden zeigen sie, dass sie den letzten Monaten nicht nur damit verbracht haben, unter Palmen zu chillen oder F-Zero auf dem Super Nintendo zu spielen. Ein Album, welches die eine oder andere Nummer mit sich bringt, welche zu einem wesentlichen Teil der heimischen Metalszene werden könnte. Nach ihrer  EPIC AS FUCK E.P. (2011), ihrem erstem Album OF KLYNT AND MAN (2012) und einer kleinen Cover-Single von Bon Jovi’s Runaway, kommt nun das unter Eigenregie produzierte FAUSTBREAKER!

 

Faustbreaker

[07:13] Mit akustischen Klängen beginnt der titelgebende Track des Albums. Hier kann man bereits die gewisse Epicness des Albums erkennen. Ablösend zu der Melodie der Akustikgitarre fahren hier die E-Gitarren ein und zeugen von einem vielversprechenden Start für das Album. Es folgen durchgehend schnelle Gitarrenriffs und mit Akzenten gesetzte Drums, die aber nie den Beat verlieren und auf diese Art und Weise immer weiter vorantreiben. Im letzten Drittel kommt dann nochmals die Epicness zurück, bei welcher im ruhigen Chor nochmals ein Faustbreaker Chor angestimmt wird, welcher durch ein weiteres Soli abgerundet wird.

Thrashotron

[04:02] Schüsse und die Story über eine All-killing, All-Powerful Machine nimmt sich der Song Thrashotron zum Herzen. Böse, finster und gemein – genauso wie man es sich bei einer solchen Nummer wünschen würde. Klynt konnten diese Emotionen musikalisch sehr gut einfangen und den Text auch auditiv sehr originell umsetzen, und doch simpel auf das notwendigste reduzieren. Mit eingängigen KILL rufen symbolisiert die Nummer das wichtigste Element: Verderbnis durch den Thrashotron.

Operation:Enmarteration

[05:38] Die Single-Auskopplung des Albums kommt mit Operation:Enmarteration. Es vermittelt Power, Energie und Unity. Mit einer epischen Gitarrenmelodie (und bei Klynt’s FAUSTBREAKER ist so einiges episch), welche an den Heavy Metal Sound von Judas Priest erinnern, starten sie in den Song über die Einheit und den Zusammenhalt. Die Gitarrenelemente von Gitarrist Flavi sind auch sehr wesentlich bei Klynt kommen bei nahezu jeder Nummer sehr in der Vordergrund. Des Weiteren glänzt Operation:Enmarteration auch durch die Drums, welche sich nahezu durch das ganze Lied wie ein Uhrwerk hämmern. Eine stetige Doublebass treibt den Song immer weiter voran, bis es schließlich zu einem kurzen ruhigen Balladenteil kommt, der gleich durch ein Oh Yeah! Vertrieben wird. Im Ausklang kommt am Ende noch einmal ein ruhiges Finale einer einzelnen Gitarre, welche einen hervorragenden Übergang auf die folgende Nummer bietet.

Deadly Prey

[03:21] Weiter geht es mit der Jagd. Klynt schaffte mit FAUSTBREAKER durch und durch ein Metalalbum, welches an diesen aufbrausenden Texten und Mitgrölorgien wie unter anderem denen von Manowar anknüpfen kann. So heißt es in diesem im Reitergalopp treibenden Lied textlich „[…] It’s one against an army, these fuckers stand only to fall […]“ oder auch „[…] Colonel Hogan, what have you done; All I loved, you killed everyone […]”. Was bei letzterer Textpassage besonders amüsant ist, ist der mögliche faux pas, der hier passiert ist. So ist Colonel Hogan eine Figur aus dem Film Deadly Prey, sondern im englischen auch ein Pseudonym für Dick – womit dem Text plötzlich eine komplett neue Bedeutung verliehen wird.

Allegiance of Wolves

[07:46] Egal ob man durch das Mittelalter zieht oder mit seinem Piratenschiff die Karibik durchkreuzt, Klynt bieten zu jeder Lebenslage den optimalen Soundtrack der die Motivation in einem steigert, die Hand nach mehr auszustrecken und nach Vergeltung zu dürsten.  Ein wenig macht sich mit der Hälfte des Albums ein bestimmter Songwriting Stil von Klynt bemerkbar. Sind sie doch nach einer bestimmten Struktur von einzelnen Teilen in nahezu stets derselben Abfolge aufgebaut, welche immer unterschiedlich lange dauern, jedoch die Reihenfolge einhalten. Dies gibt den Liedern allerdings keinen negativen Aspekt, sondern verkörpern mehr und mehr den Stil der Band und selbst wenn man zu wissen glaubt, was man bekommt, überraschen mit einer Abwechslungsreichen zweiten Hälfte des Albums.

Uuuberfeist!

[04:11] Welcher Metalhead kennt sie nicht? Die Erlebnisse auf den richtigen Metalfestivals wie den MetalDays in Tolmin? Uuuberfeist klingt wie eine musikalische Beschreibung eines solchen Erlebnisses, welches Klynt wohl wiederfahren ist. Zwischen dem Zeigen von Muskeln und Shit in dne Boots erzählen sie auf harte, aber humorvolle Art und Weise diese Erlebnisse und bieten dadurch eine wirklich angenehm amüsante Abwechslung in der Mitte des Albums.

To Absent Friends

[04:52] Eine ganz ungewohnte Situation trifft hier auf Sänger Dadu. Eine knapp fünf Minuten dauernde Ballade sorgt nach sechs thrashigen Nummern, die sich zwischen Power und Vengeance bewegten.  Mit To Absent Friends kommt eine sentimentale Ballade über den Verlust und das alleinige zurückbleiben. Immer wieder wiederholt sich hier der Text, es genügt allerdings um das klagende Jammern der Einsamkeit voll und ganz zu vermitteln.

Kitsune (汁物)

[04:52] Die Verherrlichung des japanischen Rotfuchses kommt mit Kitsune auf die Speisekarte von Klynt’s Album FAUSTBREAKER. Speisekarte trifft es bei dem Titel zu diesem Track wirklich – Die Schriftzeichen für Kitsune sehen so toll aus, die sollte man sich tätowieren lassen! Mit Kitsune kehren Klynt auf dem Album nochmals zurück zu ihrem eigentlichen Stil. Mit geballten Chören und Screams setzen sie hervorragende Elemente, während Bassist Lexi und Drummer Alex die kurzen Gitarrensoli immer weiter vorantreiben.  Hier bekamen Klynt unter anderem beim zweiten Soli Verstärkung von Michael “The Riddle” Riedel, welcher sich durch den Song shreddete! Eine weitere Besonderheit bei diesem Lied ist, dass es im Gegensatz zu den anderen Liedern nicht von Patrick Hiebler und Frontmann Dadu geschrieben wurde, sondern entstammt dieser Song der kombinierten Feder von Dadu und Flavi.

Epicness Initiated… GOOOSH MODE!

[07:02] Eine durch und durch instrumentale Nummer, die langsam das Ende von FAUSTBREAKER einläutet. Inspiriert bei den Sounds von alten spielen des Super Nintendo, entstand hier nochmals ein Song, der zeigt, dass die Epicness von Klynt nicht nur den Texten entspricht, sondern auch sehr stark von ihrer Komposition abhängt, mit welcher sie verstärkt beeindrucken können. Klynt brauchen sich nicht verstecken, was Kompositionen angeht, da sie ein sehr starkes Feingefühl für die Aufweisen können.

Thrash F.M.

[03:51] Ein letztes Mal den Kopf schütteln und durchdrehen. Die Walküren kehren ein letztes Mal in den Text zurück und Klynt zeigen ihren Weg, den Weg des Metals. „[…] Hear us scream; Hear us howl; Crush the world; Thrash F.M. […]“

Fazit

Klynt liefern mit FAUSTBREAKER ein hervorragendes Metalalbum ab, welches in keiner Sammlung von Fans epischer Klänge und kriegerischer Text fehlen sollte. Mit einem hervorragenden Artwork, designed von David Angelo Tschmuck, kann sich das Album auch optisch durchaus blicken lassen. Gemixt und gemasterd im Die-Flavi-Die Studio, konnte Klynt die in Eigenregie geführten Aufnahmen zu einem international stark mitthaltenden Album werden lassen. Ein Song jagt den nächsten und fetzt einem das Trommelfell in den Rhythmus des düsteren und epischen Rhythmus von Klynt.

►►Klynt auf Facebook◄◄

Klynt FAUSBREAKER Releaseshows:

20.05. – Explosiv, Graz

24.05. – Viper Room, Wien  

27.05. – MARK.freizeit.kultur, Salzburg