A Day In A Park – A Walk In A Park Album Review

Wie das Brüllen eines Löwen startet der erste Longplayer der Band A Walk In A Park und reißt mit diesem ersten Track bereits einen Ohrwurm mit sich, der sich durch den äußerst einprägenden Refrain und der guten Mischung der zwei Stimmen von Hut Mosan und Suneek in die Erinnerung einbrennt.

Der Longplayer mit dem Titel A. ist nach der 2013 erschienen 3-Track EP namens A Walk In A Park die erste neue Pressung der Band. Aufgenommen wurde sie dazu in verschiedensten Studios (Unisono Sound Studio, Vasoldsberg;  The Guitar Club – Recording Studio, Graz; Rockstudio, Vasoldsberg). Zuständig für das Mixing und Mastering war Tom Brugger vom Rockstudio, Vasoldsberg.

Roar

Dieser erste Track, welche wie das Brüllen eines Löwen klingt, nennt sich treffenderweise Roar. Gleich zu Beginn kommen einen die Gitarrenriffs sehr vertraut vor, erinnern sie doch ein wenig an eine akustische Version von Green Days Know your Enemy?.  Diese Ähnlichkeit geht aber sehr schnell vorüber als die restlichen Instrumente einsetzen und der Gesang startet.

Mit verführerischer Stimme beginnt Suneek die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann des Songs zu ziehen, was ihr auch sehr gut gelingt, bis sich die Dynamik pausiert und Hut Mosan den Refrain mit einem „Can you hear me roar?“ eröffnet.

Roar ist ein sehr starker Opener für das Album, welcher durch ein kurzes, sauberes Gitarrensolo (Illy Lee Slevin) sehr gut abgerundet wird.

You Make Me Happy

Vielen Fans der Band dürfte dieser Track bereits bekannt sein. Befand er sich doch bereits auf ihrer 2013er EP. Ein romantischer ruhiger Song, wie er bereits live immer wieder zu hören war. Im Gegensatz zur Version auf der EP klingt er diesmal allerdings viel voller, die einzelnen Spuren besser abgemischt, so dass auch jedes Instrument hervorragen zur Geltung kommt.

 

Rage

Im Vergleich zu den vorrangegangen Nummern hat der Song Rage eine größere Düsternis. Angehaucht von einem Blues kombiniert mit dem für A Walk In A Park üblichen Acoustic Pop, überrascht er nicht nur mit seiner leicht finsteren Atmosphäre, die auch ein wenig durch eine von Trunkenheit geleitete Nacht führen könnte, sondern auch mit Verzerrten Gitarren, die, wie viele andere Lieder der EP, mit einem Solo abrunden.

Dennoch sticht Rage mit seiner Eigenheit heraus und bleibt zwischen den ganzen Liedern wohl am ehesten in Erinnerung. Vielleicht nicht als Ohrwurm, aber aufgrund seines speziellen Charakters.

 

It Was So Fun

Mit It Was So Fun geht die Stimmung auch schon wieder nach oben und es folgt eine weitere ruhiger Popsong mit einem gut gelaunten und eingängigen Gitarrenthema. Allgemein sind die Gitarren neben dem Gesang ein großer Schwerpunkt der Band, zumindest was das Album betrifft.

Dennoch wiederholen sich die Abläufe der einzelnen Lieder spätestens hier ein wenig zu oft. Einmal weniger Gitarrenspiel würde auch etwas Abwechslung bringen.

©by Stephan Pelizzari
©by Stephan Pelizzari

On The Top Of The Mountain

Wer sich gedacht hat, dass die letzten Lieder bereits ruhig waren, dem sei gesagt, dass wir jetzt bei der gelebten Entspannung angekommen sind. On The Top Of The Mountain ist mit Abstand die ruhigste Nummer auf der ganzen CD. Sie wechselt zwar zwischen leise und laut, jedoch bleibt sie entspannt und ohne jegliche Hektik.

 

Tryin’ To Escape

Und hiermit geht das Tempo voran und die CD A. beginnt richtig in Fahrt zu kommen. Während die vorangegangen Lieder als scheinbarer Warm Up dienten, geht es ab Tryin‘ To Escape heiß her. Hier kommen erstmals alle Instrumente richtig in Schwung, neben den üblich starken Gitarren, erkennt man hier auch eine peppige Bassline (Anthony Ceasar) und poppende Percussions (Toby deBeer).

Erstmalig kommen bei einem Instrumentalpart der CD sämtliche Musiker so stark zur Geltung.  Sie hat das gewisse etwas, was dazu motiviert, sich von den Stühlen und Bänken zu erheben und sich zu bewegen. Einen gewissen Funk, den man bisher vermisste.

 

One Of Those Days

Ein weiterer Track der sich auf der 2013er EP von A Walk In A Park befunden hat. Es gilt selbiges wie bei You Make Me Happy; die Instrumente wurden weitaus besser abgemischt und kommen somit vielmehr zu Geltung. Wer im Besitz der EP ist und sich die CD besorgt, wird im direkten Vergleich den Fortschritt der beiden Lieder sehr gut feststellen können.

Für mich persönlich ist One Of Those Days noch immer eine Lieblingsnummer, da die gesangliche Leistung, vor allem von Sängerin Suneek hierbei sehr zu Geltung kommt. Eine klare Stimme selbst in lauten höhen reißen die Zuhörerin und den Zuhörer des Liedes mit sich in eine Faszination der Harmonien.

Keep Walkin’

Wie erwähnt, gewinnt die CD ab der zweiten Hälfte ordentlich an Fahrt. Selbst eine weitere ruhige Nummer wie Keep Walkin‘ hat ordentlich Kraft und überzeugt im Vergleich zu den anderen Liedern mit seinem Countrysound, der melodisch ein wenig an die früheren Zeiten eines Johnny Cash erinnert. Ruhig, beständig und kraftvoll. Er hält die Energie das ganze Lied aufrecht.

 

Back to My Band

Spätestens mit diesem Song bricht die zweite Hälfte der CD das Album entzwei. Nichts ist mehr von dem ruhigen Start zu hören. A Walk In A Park werden immer mehr zu A Run In A Park. Wer zu Back To My Band kein Bedürfnis verspürt, sich irgendwie zu bewegen, kann nur vergessen haben den Mute-Button zu deaktivieren. Wer diesesn Song hört muss zwangsweise wippen, tanzen oder sonstiges. Das für A Walk In A Park übliche Gitarrensolo fällt hier auch nur wenig ins Gewicht, da es vergleichsweise sehr rasant und aufgrund des Tempos des Songs auch recht kurz gehalten ist.

Back To My Band ist mit knapp 2:41 der kürzeste Track der ganzen CD, was allerdings nichts weiter ausmacht, da es sehr starke zweieinhalb Minuten sind, die das Blut in den Adern kochen lässt.

 

Rider In The Sky

Ganz markant ist hier die E-Gitarre. Im Vergleich zu den sonst eher Akustisch gehaltenen Nummern, fällt hier eine gewisse Härte sofort auf, womit sich A Walk In A Park immer weiter von ihrem anfänglichen Acoustic Pop wegbewegen und vermehrt zu einer Rock Band transformieren.

Bei dieser Nummer kommen nicht nur Fans der Band, sondern bestimmt auch Neueinsteiger auf den Geschmack. Sie lässt sich stilistisch sehr von den anderen unterscheiden und eben jener härtere Stil ist wohl für viele Neue ZuhörerInnen wesentlich ansprechender, da er auch dementsprechend Abwechslung bietet, gegen Ende des Albums nochmals aufhören lässt und mit den sonstigen Normen bricht.

©by Lorenz Masser
©by Lorenz Masser

Find My Way

Gut 40 Minuten und 11 Tracks später endet die CD mit einer richtigen unplugged Nummer, die den Gesang  primär mit Gitarre begleitet. Wer nun meint, dass es nur wieder eine andere ruhige Nummer wäre, täuscht sich. Im Gegensatz zur ersten Hälfte des Albums, kann Find My Way damit überzeugen, wirklich unplugged zu sein.

Neben Gesang und Gitarre sticht hier, wenn auch nur nebensächlich im Hintergrund wirkend, die Mundharmonika hervor. Sie bietet einen wirklich hervorragenden Abschluss zur ganzen CD.

 

Fazit

Wirkte die CD anfangs noch etwas holprig, kam sie spätestens ab der zweiten Hälfte ordentlich in Fahrt und ist definitiv eine Investition für Fans von Rock/Pop Bands wert. Obwohl sie ruhig gehalten wirkt, ist sie sehr ausgeglichen und sowohl das Mixing, als auch das Mastering geben ein angenehmes Hörerlebnis wieder.

 

Wer sich vorab überzeugen will, wie sich die Lieder anhören, kann sich am 15.10.2016 zur Releaseshow im Bunker Graz einfinden, wo A Walk In A Park gemeinsam mit Katinka auftreten werden.

 

A Walk In A Park
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